Klinische Studien

Ein Schwerpunkt der Tätigkeit der Reitsicherheits AG Hamburg ist die Durchführung klinischer Studien. Mittels dieser Studien sollen Kenntnisse über Ursachen und Mechanismen von Reitunfällen aber auch über die aus Reitunfällen resultierenden Verletzungen erlangt werden. Insbesondere aufgrund der unzureichend vorhandenen Fachliteratur zu diesem Thema ist dieser Tätigkeitsbereich unserer AG von hoher Wichtigkeit.

Langfristig gesehen sollen die in unseren Studien ermittelten Ergebnisse der Weiterentwicklung existenter Schutzsysteme (z. B. Helm und Schutzweste) dienen. Denn Kenntnisse von Fakten wie:

- auf welche Körperteile stürzen Reiter meisten? UND schützen existente Schutzsysteme diese Körperregionen überhaupt?

ODER

- welche Art von Verletzungen entstehen überhaupt aus Reitunfällen?  

 sollten ein wichtiges Basiswissen VOR der Entwicklung und Herstellung von Reitschutzkleidung darstellen.

Abgeschlossene und laufende klinische Studien der AG

Evaluation von Reitunfällen mit Todesfolge. Studienleitung: Prof. Dr. Püschel, Prof. Dr. Meenen

Evaluation und Typisierung von reitunfallbedingten Wirbelsäulenverletzungen. Studienleitung: Prof. Dr. Püschel, Prof. Dr. Meenen

Evaluation von Unfallursachen mittels einer Fragebogenaktion. Studienleitung: Prof. Dr. Lockemann, Prof. Dr. Meenen

Evaluation reitunfallbedingter Verletzungen und Therapienotwendigkeiten. Studienleitung: Prof. Dr. Püschel, Prof. Dr. Meenen

Evaluation von Reitunfällen aus denen keine Verletzungen entstanden. Studienleitung: Prof. Dr. Meenen

Experimentelle Studie

Im Rahmen der Kooperation der Reitsicherheits AG Hamburg mit dem Institut für Biomechanik der Technischen Universität Hamburg-Harburg haben wir in den Jahren 2010/2011 eine von der Stadt Hamburg finanzierte, biomechanische Studie durchgeführt. Das Ziel dieser Studie bestand in der Untersuchung der Frakturmuster von Halswirbelkörpern wie sie z. B. nach einem Sturz von einem Pferd auf den Kopf entstehen könnten. Die Arbeit wurde von Herrn Dr. med. S. Wallstabe aus der BG-Unfallklinik Hamburg-Boberg durchgeführt, Studienleiter war Herrn Prof. Dr. med. Meenen.